Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


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Inhalt: Geobasisinformationen und Liegenschaften

Für den Ausbau und die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen sowie den Betrieb der bundeseigenen Schifffahrtsanlagen werden die benötigten raumbezogenen geometrische Daten über Objekte und Rechtsverhältnisse vermessungstechnisch ermittelt. Diese Geoinformationen und ihre Darstellung in Karten und Plänen sind Grundlage für die Planung von Bau- und Unterhaltungsarbeiten, für gewässerkundliche Aufgaben, für das Liegenschaftsmanagement und die Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht.

Für die klassische Landvermessung hält die WSV ein eigenes Grundlagennetz (Lage- und Höhenfestpunkte) vor und setzt u. a. moderne satellitengestützte Messverfahren ein. Als Grundlage für die Erhaltung der Bauwerke an den Bundeswasserstraßen werden hochgenaue bautechnische Vermessungen durchgeführt. Die benötigten Grundlagendaten werden in der Geodätischen Basisdatenbank (GeoBas) der WSV verwaltet und archiviert.

In der Gewässervermessung werden Peilschiffe mit modernster Echolottechnik eingesetzt, um die Morphologie des Gewässerbettes standardisiert und qualitätsgesichert zu erfassen. Der gesamte Arbeitsprozess von der Aufnahme der Daten über deren Plausibilisierung und Verarbeitung bis zur Ergebnisdarstellung läuft automatisiert ab.

Regionale Vermessungs- und Kartenstellen stellen aufgabenbezogene Kartenwerke der Bundeswasserstraßen her und halten diese aktuell. Aus der digitalen Bundeswasserstraßenkarten im Maßstab 1:2.000 werden neben anderen Produkten elektronische Navigationskarten (Inland ENC) im Maßstab 1:10.000 nach internationalem ECDIS-Standard abgeleitet.

Die unterschiedlichsten Geoinformationen über Bundeswasserstraßen werden nach und nach in einem Geoportal zur Recherche, interoperablen Darstellung (Geodatendienste) und Weiterverwendung für alle Anwendungsbereiche in der WSV aufbereitet.

Die Bundeswasserstraßen sind privatrechtliches Eigentum des Bundes im Sinne des bürgerlichen Rechts. Ihre öffentlich-rechtliche Zweckbindung als Verkehrsweg hat jedoch Vorrang vor privaten Interessen. Die Liegenschaften - rund 232 000 ha Wasserflächen (ohne Seewasserstraßen) und 20 000 ha Landflächen - werden von den Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern verwaltet. Für das liegenschaftsbezogene Flächenmanagement steht ein modernes Liegenschaftsinformationssystem (LIS) zur Verfügung. Darin werden rund 65 000 Flurstücke, 4 000 Pfandrechte sowie 47 000 Nutzungsverträge geführt. Die Geschäftsprozesse für die Vermietung und Verpachtung, Steuern und Abgaben, Grundstücksbewertung sowie den Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken werden durch einen interaktiven Workflow unterstützt.

Die Verwaltungsvorschrift VV-WSV 2604 Nutzungsentgelte ist das von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) bei der Verwaltung der Bundeswasserstraßen zu beachtende Regelwerk zur Ermittlung privatrechtlicher Nutzungsentgelte (Miete, Pacht, Gestattung).